6.Tag - 07.03.2017 • Zu Gast bei einer Indígena-Familie

Bootsfahrt auf dem Atitlán-See

Track 20170307 Guatemala

Track 20170307 Guatemala

Laut der aufgezeichneten Strecke, wurden ca. 35 Km zurückgelegt.  Mit dem Boot über den See und zu Fuß. Übernachtet haben wir in San Juan de la Laguna, wo unsere Gastfamilien wohnen.

Mein Zimmer bei der Gastfamilie ist einfach, aber alles ist sauber und ordentlich. Leider habe ich das Essen offensichtlich nicht so gut vertragen. Ich war Dauergast auf der kleinen  Toilette, die vom Wohnraum erreicht werden konnte.

 

Wanderung

Panjachel

Panjachel

Heute beginnt der Tag mit einer kleinen Wanderung entlang am Ufer des Atitlán-Sees. Der von Vulkanen umsäumte See zeigt sich bei herrlichem Wetter von seiner schönsten Seite. Das müssen auch schon die alten Maya so gesehen haben, da sie sich rund um den See nieder gelassen und Siedlungen gegründet haben. Die einstündige Wanderung führt uns von Santa Cruz nach Jaibalito.

Der See verändert laufend seinen Wasserstand, deshalb gibt es zum Teil Laufstege, damit man trockenen Fusses am Ufer entlang gehen kann. Einige Bauten haben den sich ändernden Wasserstand auch nicht überlebt.

 

Santiago Atitlán

Santiago Atitlán

Santiago Atitlán

Mit dem Boot fahren wir von Panachajel zum kleinen Ort Santiago. Zu Füßen der Vulkane Tolimán (3.144 m) und Atitlán (3.516 m) liegt dieser kleine Ort mit seinen etwa 25.000 Einwohnern. Die überwiegende Zahl der Einwohner sind Indios der Maya-Stammesgruppe Tzutuhil.

Die Straße hinauf von der Bootsanlegestelle, ist gesäumt mit Verkaufständen in denen traditionelle Produkte angeboten werden.

Hier treffen wir auf eine Frau mit der traditionellen Kopfbedeckung. Rafael, unser Reiseleiter kennt sie und bittet sie uns das Wickeln des Kopfschmuckes zu zeigen, was sie auch gerne macht.

In Windeseile bindet sie das 6 cm breite und mehrere Meter lange  Band um ihren Kopf und zeigt uns stolz das Ergebnis. Ein kleines monitäres Dankeschön wird dann schon erwartet.

 

Besuch beim Maximón

Maximón, San Simón

Maximón, San Simón

Wir gehen die Straße weiter rauf ins Dorf. Hier ist auch der Maximón beheimatet, den wir uns anschauen wollen.

Der Maximón wird in Guatemala als Volksheiliger verehrt. Ihm werden positive als auch negative Kräfte zugesprochen. Man sagt auch das Maximón, eine bunt angezogene Holzfigur, ein synkretischer Heiliger ist. Gläubige  machen sich je nach eigener Situation das entsprechende Bild.  Synkretismus nimmt die Aspekte unterschiedlicher Religionen mehr oder weniger bewusst auf und  bildet dadurch eine neue Art Religion.

Gespendet wird diesem Heiligen, der in einem dunklen Zimmer aufbewahrt wird, alles Mögliche. Zigaretten, Geld und alkoholische Getränke. Für das Fotografieren verlangen sie einen kleinen Obulus.

 

Iglesia Santiago Apostol

Iglesia Santiago Apostol

Iglesia Santiago Apostol

Wir lassen den Maximón hinter uns und setzen die Besichtigung im Ort fort. Im Zentrum des Ortes steht die kolonialzeitliche Kirche Santiago Apostol. Äußerlich eine recht einfache Kirche, die auch schon einige Erdbeben erlebt hat und dadurch öfters renoviert und wieder aufgebaut werden mußte.

 

Ortsbesichtigung

Santiago Atitlán

Santiago Atitlán

Weiter besichtigen wir den kleinen Ort und machen in einem Restaurant unsere Mittagspause. Im Cafa Rafá trinken wir anschließend einen leckeren Kaffee.

 

San Juan de la Laguna

Mit dem Boot fahren wir weiter nach San Juan de la Laguna. Hier setzen wir unsere Besichtigungen fort und treffen auch die Oberhäupter unserer Gastfamilien, bei denen wir heute übernachten werden.

San Juan de la Laguna

San Juan de la Laguna

Einer der Herren zeigt uns die Umgebung. Am Gemeindehaus gibt es viele Graffities, deren Bedeutung uns erklärt werden. Dann besuchen wir noch einen Kräutergarten, der mit viel Enthusiasmus hier angelegt wurde. Die angebauten Pflanzen werden erläutert und wo für sie gut sind. Einen Teil der hier gezeigten Pflanzen sind auch einigen von uns bekannt.

 

Atrio de la Iglesia Católica de San Juan

Iglesia Católica de San Juan

Iglesia Católica
de San Juan

Zum Abschluß des Rundgangs besuchen wir noch die Kirche Atrio de la Iglesia Católica de San Juan, die auch schon durch einige Erdbeben zerstört wurde, aber immer wieder neu aufgebaut und restauriert wurde.

 

Abendessen im Gemeindehaus

Zubereitung des Abendessens

Zubereitung des Abendessens

Am Abend treffen wir uns alle im Gemeindehaus zu einem gemeinsamen Essen mit unseren Gastfamilien. Die Damen bereiten die Tortillas vor und kochen Gemüse, Reis, Kartoffeln und Rindfleisch.

Der große lange Tisch wird eingedeckt und alle nehmen Platz. Für die Getränke haben wir gesorgt und ich habe zusätzlich ein paar Dosen Bier für meinen Gastgeber und für mich gekauft.

Es ist ein netter Abend. Nur leider können wir uns nicht so gut mit den Leuten verständigen und so muss Rafael öfters als Dolmetscher einspringen. Rafael schlägt vor, dass wir einfach mal ein paar Lieder unseres Landes vortragen. Die Idee ist gut und wird auch in die Tat umgesetzt. Mit dem wenigen Liedgut, was uns bekannt ist versuchen wir unsere Gastgeber zu beeindrucken. Sie tragen uns auch einige Lieder vor und wir haben alle großen Spass.
Am Ende des Zusammenseins geht jeder von uns mit zu seiner Gastfamilie.

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