San Cristóbal und sein Umland

Iglesia de San Juan Chamula

Coat of arms of Mexico.svg  - San Cristóbal und sein Umland Chamula

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Iglesia de San Juan Chamula

Den heutigen Tag beginnen wir mit einer kurzen Fahrt ins Indianerdorf Chamula.  Die Bewohner des Dorfes leben hier als unabhängige und autonome Tzotzil Gemeinde, nach eigenen Gesetzen und Traditionen.

Am Eingang des Dorfes steht die Ruine der ersten spanischen Kirche. Der Friedhof davor sieht etwas ungeräumt aus. Teilweise neue und alte verfallene Gräber sind hier zu sehen. Bunte Plastikblumen an den Grabkreuzen verblassen in der Sonne.

Vorbei an Geschäften gehen wir zum Dorfplatz, vor der Iglesia de San Juan Chamula. Hier ist heute Markttag und schauen uns das geschäftige Treiben an. Auch wird wieder die Ware schön dekoriert, damit sie schnell einen Käfer findet.

Den Mittelpunkt der Gemeinde bildet die Iglesia de San Juan Chamula mit ihrem großen Vorplatz. Von außen ist sie recht einfach gehalten und die Verzierungen sind mit grüner Farbe aufgetragen.

Fotografieren ist in der Kirche strengstens verboten und wir auch hart bestraft. Eintritt zahlen muss man auch, die Tickets besorgt unser Reiseführer.

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Iglesia de San Juan Chamula

Durch das Hauptportal betreten wir die Kirche. Es gibt keine, wie eigentlich zu erwarten war, Bänke im Kirchenschiff. Der Altar ist geschmückt mit Blumen und an den Wänden hängen Bilder der zwölf Aposteln. Der düstere Raum ist gefüllt mit dem Duft von Weihrauch und hunderter brennender Kerzen. Auf dem Boden, der mit Stroh und Blättern ausgelegt ist, sitzen die Gläubigen vor ihren aufgestellten Kerzen. Jeder Grruppe wohnt ein Schamane bei, der murmelnd seine Gebetsformeln spricht.

Auch werden in einem Ritual Hühner geopfert. Denen wird kurzer Hand der Hals umgedreht. All das geschieht hier mit einer Ruhe, die man so nicht hier erwartet hätte. Das ganze wirkt hier wie ein Woodoo-Zauber, was es vielleicht auch ist.

 

Coat of arms of Mexico.svg  - San Cristóbal und sein Umland Zinacantán

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Zinacantán

Wir verlassen das Dorf und machen uns auf zu einer kleinen Wanderung nach Zinacantán. Die kleine Stadt zählt ca. 30.000 Einwohner, die hauptsächlich vom Kunsthandwerk leben. Die hier lebenden Menschen sind zu 99 Prozent von Angehörige des Volkes der Tzotzil. Sie sind die Ureinwohner Mexikos und Nachfahren der Maya-Kultur. Viele sprechen kein Spanisch und fast alle sprechen die indigene Tzotzil-Sprache.

Auf dem Weg sehen wir die Gemüse- und Gewürzfelder sowie Zitrusplantagen. Alles wächst hier gut in der fruchtbaren Region. Hinter einem Zaun entdecke ich einen Truthahn mit seinen Weibchen, der sich sofort in Positur stellt. Ich mache ein paar Bilder. Eine Bäuerin, die das gesehen hat, wollte dann gleich ein paar Pesos dafür haben, was ich aber für übertieben fand und bin dann einfach weiter gegangen.
 

Coat of arms of Mexico.svg  - San Cristóbal und sein Umland Weberei in Zinacantán

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In einer Weberei in Zinacantán

Am Ende der Wanderung erreichen wir das Zentrum von Zinacantán. Hier besuchen eine kleine Weberei dreier Schwestern. Sie zeigen uns ihr beeindruckendes Kunsthandwerk. Zur Unterhaltung müssen sich einige unserer Gruppe, traditionelle Kleider überziehen, bei denen es sich um Hochzeitskleider handelt. Es sieht sehr lustig aus und alle haben was zu lachen.

Zum Schluß gibt es noch ein paar frisch zubereitete Tortillas, mit diversen Füllungen.

 

Coat of arms of Mexico.svg  - San Cristóbal und sein Umland Am Abend in San Cristóbal de las Casas

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Iglesia de Guadalupe in San Cristóbal de las Casas

Am frühen Abend sind wir dann wieder zurück in San Cristóbal. Wir laufen noch etwas durch die Stadt. Das Licht hat jetzt die richtige Farbe und es lassen sich ein paar Fotos schießen.

Am Ende des Rundgang mache ich noch einen Abstecher zur Iglesia de Guadalupe, die hoch auf einem Berg liegt, von dem man einen schönen Blick über die Stadt hat.

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